Editorial – nachhaltige Entwicklung fördern
Portfolioüberblick und Neugeschäft 2024
Status Impact.Climate.Returns.
Entwicklungspolitische Effekte 2024 – DERa-Säule I
• Gute und faire Beschäftigung fördern
• Lokales Einkommen steigern
• Entwicklung von Märkten und Sektoren stärken
• Umweltverträglich wirtschaften
• Positive Effekte für lokale Gemeinden sichern
Unternehmerinnen und Unternehmer spielen eine wichtige, aktive Rolle in der Gesellschaft. Die DEG fordert im Rahmen ihrer Umwelt- und Sozialstandards von ihren Kunden ein gutes Anwohner-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagement für angrenzende Gemeinden. Die aktive Interaktion mit den lokalen Gemeinden nutzt allen Beteiligten: Unternehmen fördern lokal die gesellschaftliche Akzeptanz und Unterstützung ihrer Aktivitäten, während Gemeinden von einem Zuwachs an Einrichtungen und Möglichkeiten profitieren, die es sonst nicht gäbe. Mögliche negative Effekte auf die Gesundheit und Sicherheit von Anwohnern gilt es zu vermeiden bzw. angemessen zu mitigieren. Die DEG verpflichtet ihre Kunden zu einem risikoadäquaten Anwohnermanagement inklusive Beschwerdemechanismus.
Über 80 % der produzierenden Unternehmen und Infrastrukturvorhaben im Portfolio der DEG haben ein den Umwelt- und Sozialstandards der DEG entsprechendes Anwohner-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagement implementiert.
Bei 33 Projekten von insgesamt 225 finanzierten Unternehmen und Infrastrukturprojekten waren ökonomische und/oder physische Umsiedlungen nicht vermeidbar. Gemäß des neuen Netto-Ansatzes führt dies zu Punktabzügen. In solchen Fällen vereinbart die DEG vertraglich Umsiedlungspläne im Einklang mit internationalen Standards mit den Kunden und überwacht sie.
Außerdem engagieren sich fast 83 % der Bestandsunternehmen der DEG gemeinnützig: Im Durchschnitt stellte jedes Unternehmen im letzten Berichtsjahr umgerechnet rund 930.000 EUR für die Förderung der lokalen Gemeinden zur Verfügung.
Von den Bestandskunden, die sich gemeinnützig engagieren, verfolgen 38 % eine fortschrittliche oder Best-Practice-Community-Strategie, die gezielt auf nachhaltige und wirkungsvolle Ergebnisse ausgerichtet ist. Diese Strategien sind klar mit dem Geschäftsmodell verbunden und beinhalten eine eindeutige Zielsetzung. Beispiele hierfür sind: Bildungs- und Gesundheitsprogramme für lokale Gemeinschaften, Einstellungsinitiativen zur Förderung der lokalen Beschäftigung sowie Programme zur lokalen Beschaffung, die gezielt die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort unterstützen und mit den Unternehmenszielen in Einklang stehen.
Bei Bedarf berät die DEG ihre Kunden, wie diese ihr gesellschaftliches Engagement verbessern können. Mit Förderprogrammen unterstützt die DEG Unternehmen beispielsweise beim Aufbau eines umfassenden Stakeholder-Managements und bei der Entwicklung von Projekten mit umliegenden Gemeinden, die nachhaltige Strukturen vor Ort fördern, zum Beispiel durch Know-how-Transfer oder den Aufbau kleiner, lokaler Wirtschaftszweige.
Für die Gemeinden ist es wichtig, dass Anwohner sich mit ihren Anliegen direkt an ein Unternehmen wenden können. So wird dieses auf mögliche Probleme aufmerksam und kann Abhilfe schaffen. Ein strukturiertes Beschwerdemanagement ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation mit den Kunden, um Dienstleistungen und Kundenbindung zu verbessern. Es ist auch ein wichtiges Instrument für die internen und externen Stakeholder und zeigt das Engagement einer Institution für Transparenz und ethisches Geschäftsgebaren. Die Einführung eines solchen Beschwerdemechanismus ist Bestandteil der Anforderungen der internationalen Umwelt- und Sozialstandards, auf die sich die DEG verpflichtet hat.
83 % der DEG-Bestandsunternehmen haben ein Beschwerdemanagement eingeführt.
Name: Vinte
Investitionsvolumen (in USD): rund 20 Mio.
Region: Mexiko
DERa-Kategorie: Positive Effekte für lokale Gemeinden sichern
Die DEG hat ihre langjährige Partnerschaft mit Vinte Viviendas Integrales, S.A.B. de C.V., (Vinte) weiter vertieft: Als Ankerinvestor von Vinte 24X SDG hat sie 400 Mio. MXN (umgerechnet rund 20 Mio. USD) aus der jüngsten nachhaltigen Anleihe des mexikanischen Bauträgers gezeichnet. Der SDG-Bond über insgesamt 500 Mio. MXN wurde nach den SDG Impact SDG Bond Standards des United Nations Development Programme (UNDP) zertifiziert und fördert gezielt umweltfreundliche und sozialorientierte Bauprojekte in Mexiko.
Die Mittel fließen in den Bau und die Zertifizierung von über 1.200 energie- und wassersparenden Wohnhäusern, die den Standards von IFC EDGE entsprechen. IFC EDGE, ein Zertifizierungssystem der Weltbankgruppe, fördert energieeffizientes Bauen und die CO₂-Reduktion im Bauwesen.
Das Vorhaben soll rund 3.300 direkte und indirekte Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette schaffen. Die Einhaltung von Nachhaltigkeits- und Umweltstandards wird durch externe Experten geprüft.
Name: A. Reiter GmbH
Investitionsvolumen (in EUR): rund 500.000
Region: Ukraine
DERa-Kategorie: Positive Effekte für lokale Gemeinden sichern
Den Alltag zu meistern, bleibt eine tägliche Herausforderung für die Menschen in der Ukraine. Wirtschaftliche Perspektiven können dabei helfen, Lebensbedingungen erträglicher zu machen. Über ihre Tochter DEG Impulse unterstützt die DEG ein Vorhaben des deutschen Mittelständlers A. Reiter GmbH, der an seinem ukrainischen Standort eine Photovoltaikanlage installiert. Die Anlage soll im Jahr 600.000 kWh grünen Strom erzeugen und so den Produktionsbetrieb am Standort sicherstellen. Zudem soll ein Drittel der erzeugten Solarenergie in das ukrainische Stromnetz eingespeist werden. A. Reiter investiert dazu selbst rund 494.000 EUR, die DEG steuert aus Mitteln des develoPPP-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ebenso viel bei.
Die A. Reiter GmbH mit Hauptsitz im Landkreis Augsburg ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das mit Holzbrennstoffen handelt und diese produziert. Seit 2018 ist A. Reiter mit dem Tochterunternehmen STAF Dovhe LCC im westukrainischen Dorf Dovhe tätig und dort mit 50 lokalen Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber. Es produziert und exportiert Kaminholz sowie Holzbriketts aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in der Westukraine.
DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Kämmergasse 22, 50676 Köln
Telefon 0221 4986-0