two technicians on solar panels

Status Impact.Climate.Returns.

Nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der SDGs ist zentral wichtig für die Arbeit der DEG. Mit ihrem Engagement und ihrem internationalen Netzwerk setzt sie sich in Kooperation mit ihren Kunden dafür ein, Transformation zu ermöglichen und zu beschleunigen, um die Nachhaltigkeit und Resilienz der Unternehmen zu stärken und die Lebensverhältnisse der Menschen in sich entwickelnden Ländern nachhaltig zu verbessern.

Mit ihrer fokussierten Impact- und Klimastrategie, deren Umsetzung 2022 startete, hat die DEG drei zentrale Handlungsfelder identifiziert, zu denen sie sich in ihren „DEG Impact/Climate Commitments“ verpflichtet.

Die DEG wird

die positiven Entwicklungswirkungen ihrer Kunden auf Gesellschaft und Umwelt weiter erhöhen;

Treibhausgas-Emissionen im Einklang mit dem 1,5-Grad-Celsius-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens reduzieren und die verbleibenden finanzierten Portfolio-Emissionen ab 2040 neutralisieren;

Kunden aktiv bei ihrer Transformation unterstützen, um ihre Resilienz zu stärken und noch mehr Entwicklungswirkungen zu erzielen.

Den Fortschritt in Bezug auf diese Aufgaben erfasst und überprüft die DEG regelmäßig.

Im Nachfolgenden wird über diesen Fortschritt berichtet.

Impact-Commitment

Die DEG verpflichtet sich, den Beitrag ihrer Kunden zu den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zu erhöhen und so die positiven Entwicklungswirkungen ihrer Investitionen kontinuierlich zu verbessern.

Status

Um die entwicklungspolitische Wirkung zu erfassen, nutzt die DEG seit 2017 ihr international anerkanntes Development Effectiveness Rating (DERa).

Initiiert durch die fokussierte DEG-Strategie wurde es 2023 zum DERa 2.0 weiterentwickelt und 2024 technisch umgesetzt: Zusätzliche Aspekte wurden in die bestehenden fünf Wirkungsdimensionen aufgenommen, die Nettowirkung der DEG-Kunden wird erfasst und die transformative Rolle der DEG in das Rating integriert. Die Impactmessung wird zukünftig in der Portfoliounternehmenssteuerung berücksichtigt. Die DERa-2.0-Ergebnisse werden in diesem Entwicklungspolitischen Bericht erstmals veröffentlicht.

Mehr zum DERa finden Sie hier

Zudem entwickelt die DEG ihre Angebote und Programme zu Impactthemen wie Gendergerechtigkeit, Aus- und Weiterbildung sowie Klimastrategien kontinuierlich weiter (siehe auch Transformation Commitment).

Operating Principles for Impact Management

Die DEG zählt zu den Erstzeichnern der „Operating Principles for Impact Management“, die Standards für Geschäftsstrategie, Akquisition, Strukturierung, Management und die Bewertung von Entwicklungswirksamkeit für private Investitionen festlegen. Das Impact Management der DEG ist gemäß diesen Standards durch ein externes unabhängiges Institut verifiziert und positiv bestätigt.

Principle 6 geht auf das Monitoring jedes Investitionsprozesses ein. Mit dem DERa lässt sich die Entwicklungswirkung jedes einzelnen Kunden zu Beginn der Investition und anschließend jedes Jahr im Portfolio messen. So hat die DEG den Beitrag jedes einzelnen Kunden zu den SDGs jederzeit im Blick und kann mit ihnen gezielt an Verbesserungen arbeiten. Gleichzeitig lassen sich übergreifende Entwicklungen nachverfolgen.

Klima-Commitment

In Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Celsius-Ziel des Pariser Abkommens hat sich die DEG verpflichtet, ihre finanzierten THG-Emissionen zu reduzieren. Die DEG-Klimastrategie beruht dabei auf folgender Zielhierarchie:

  1. Treibhausgas(THG)-Emissionen zu vermeiden,
  2. gemeinsam mit ihren Kunden klimabezogene Transformationspfade aufzusetzen, um den Ausstoß der THG-Emissionen zu verringern und ihre Klimaresilienz zu stärken, und

  3. verbleibende durch die DEG finanzierte THG-Emissionen durch direkte Investitionen in Senkenprojekte zu neutralisieren.

Seit 2022 befindet sich die DEG auf einem wissenschaftlich fundierten Reduktions- und Transformationspfad zur Verringerung der THG-Intensität ihrer Investitionen, mit dem Ziel, die THG-Intensität auf Portfolio-Ebene jährlich im Schnitt um 4,2 % zu verringern und somit bis zum Jahr 2040 die THG-Intensität ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um zwei Drittel zu reduzieren.

Die verbleibenden finanzierten THG-Emissionen ihres Portfolios neutralisiert die DEG durch Investitionen in Forst- und Senkenprojekte, die nach international anerkannten Standards zertifiziert sind und die die verbleibenden THG-Emissionen dauerhaft der Atmosphäre entziehen.

Status

Im Berichtszeitraum wurde die Umsetzung der Klimastrategie der DEG weiter vorangetrieben und konkretisiert. Ein wichtiges Instrument dafür war die Erfassung der DEG finanzierten THG-Emissionen und der THG-Intensitäten aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der DEG. Für die Kunden aus den Clustern „Infrastruktur & Energie“ sowie „Industrie & Services“ wurde der Großteil der Portfolio-Emissionen anhand berichteter Emissionswerte und/oder physikalischer Energieverbräuche der Kunden berechnet. Auf dieser Basis fließen ab 2025 erstmals THG-Budget-Ansätze in die Portfoliounternehmenssteuerung ein.

Für Kunden aus dem Cluster „Finanzinstitute“ werden die Emissionen mit Hilfe des Joint Impact Model (JIM) ermittelt. Zusätzlich wurde ein spezieller Klima-Marker entwickelt, der eine qualitative Portfoliosteuerung erlaubt.

Insgesamt reduzierte sich der DEG-Anteil an den THG-Emissionen der Kunden auf 2,2 Mio. t CO2e für das Jahr 2023 (zum Vgl. 2,3 Mio. t CO2e in 2022). Diese Veränderung spiegelt sich auch in der Emissionsintensität des DEG-Portfolios wider, die 2023 auf 266 t CO2e pro investierter Mio. EUR gesunken ist (zum Vgl. 289 t CO2e pro Mio. EUR in 2022).

Um ihren Klimapfad aktiv zu gestalten, unterstützt die DEG ihre Kunden mit zahlreichen Beratungsprojekten beim Aufbau von Systemen, um Emissionsdaten zu erheben, Minderungspotenziale zu identifizieren und eigene Klimaschutzstrategien hin zu Null­­emissionen zu erstellen.

Zur Neutralstellung der verbleibenden Portfolio-Emissionen tätigt die DEG seit 2022 erste Investitionen in langfristige Forst- und Klimaschutzprojekte.

Commitment zu Transformation

Die DEG verpflichtet sich, gemeinsam mit ihren Kunden einen maßgeschneiderten Ansatz für eine nachhaltige Transformation und ein klimasensitives Geschäft im Einklang mit den SDGs zu erreichen – in ihrem Management und ihren internen Abläufen, entlang ihrer Lieferketten und in den regionalen Kontexten. So kann die DEG gemeinsam mit ihren Kunden ihre Wirkungs- und Klimaziele verwirklichen.

Status

Die DEG definiert positive Transformation als ökologische, soziale und ökonomische Verbesserungen beim Kunden. Oft sind bereits im Finanzierungszweck transformative Aspekte verankert, wie etwa Kreditlinien für Umwelt- und Klimamaßnahmen, die Förderung von Frauen im Arbeitsmarkt oder die Finanzierung von Ressourceneffizienzmaßnahmen.

Die transformative Zusammenarbeit der DEG mit ihren Kunden stärkt die unternehmerische Resilienz und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und leistet einen wesentlichen Beitrag zu den Sustainable Development Goals.

Wichtig für den Transformationserfolg ist das Beratungsangebot der DEG-Tochtergesellschaft DEG Impulse. Sie bietet Förder- und Beratungsangebote schwerpunktmäßig mit den Programmen develoPPP und Business Support Services (BSS), die eng mit den Aktivitäten der DEG und ihren strategischen Transformationszielen verzahnt sind. Allein 56 % der BSS-Maßnahmen förderten 2024 die Klimatransformation der DEG-Kunden; über 40 % verbesserten deren Umwelt- und Sozialperformance.

Um die Transformation der DEG-Kunden zu fördern, hat die DEG in den letzten Jahren ihr Impact-Climate-Expertise-Netzwerk erweitert, unter anderem in den Kundenclustern das Jobprofil des Senior Impact & Climate Manager geschaffen und in der DEG Impulse Klimasachverständige engagiert. Der Transformationsschwerpunkt lag 2024 im Klimabereich: So wurde im Kundencluster „Finanzinstitute“ erfolgreich ein sogenannter „Klimamarker“ etabliert, der unter anderem die Klimastrategien der Partnerinstitute bewertet und diese bei deren Weiterentwicklung unterstützt. Im Kundencluster „Industries & Services“ wurden die Transformationsbegleitung von Hochemittenten und die Klimaberatung von Fonds ausgebaut und im Kundencluster „Infrastruktur & Energie“ wurde unter anderem die Beratungs-Toolbox für Unternehmen erweitert.